Ein Zimmer für Geschwister- wie teilt man einen Raum richtig auf?

Ein gemeinsames Kinderzimmer kann wunderschön sein – aber auch eine kleine Herausforderung. Zwei Kinder bedeuten zwei Persönlichkeiten, unterschiedliche Lieblingssachen und vielleicht sogar verschiedene Schlafenszeiten. Und trotzdem soll am Ende ein Raum entstehen, in dem sich beide wohlfühlen.

Die gute Nachricht: Ein Geschwisterzimmer einzurichten bedeutet nicht, alles doppelt kaufen oder den Raum exakt in zwei Hälften teilen zu müssen. Viel wichtiger ist eine gute Planung.

Erst überlegen, was beide Kinder wirklich brauchen

Bevor Bett, Schrank und Schreibtisch ihren Platz bekommen, lohnt es sich, den Raum einmal ganz leer zu denken.

Wo wird geschlafen? Wo gespielt? Wo befinden sich Kleidung und Spielsachen? Brauchen beide Kinder bereits einen Arbeitsplatz? Und gibt es einen Bereich, den sie gemeinsam nutzen können?

Gerade in einem Kinderzimmer für zwei Kinder muss nicht alles doppelt vorhanden sein. Ein grosser Spielbereich kann beispielsweise gemeinsam genutzt werden, während jedes Kind seinen eigenen Schlafplatz und ein kleines persönliches Reich bekommt.So wirkt das Zimmer weniger voll – und es bleibt mehr Platz zum Spielen.

Zwei eigene Bereiche schaffen

Auch wenn Geschwister gerne zusammen sind, ist ein eigener kleiner Bereich wertvoll.

Das muss kein komplett abgetrennter Teil des Zimmers sein. Manchmal reicht schon ein eigenes Regal neben dem Bett, eine persönliche Wandfläche oder eine kleine Leuchte, die jedes Kind selbst auswählen darf.

Auch mit Farben lassen sich Bereiche ganz subtil unterscheiden. Vielleicht bekommt ein Kind Bordeaux als Akzent und das andere Hellblau – während Bett, Schrank und Wandfarbe dieselbe ruhige Basis behalten.

So bleibt das Geschwisterzimmer harmonisch und trotzdem bekommt jedes Kind etwas Eigenes.

Zwei Betten oder doch ein Etagenbett?

Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen bei der Planung eines Geschwisterzimmers.

Wenn genügend Platz vorhanden ist, können zwei einzelne Betten wunderschön aussehen und jedem Kind einen klar definierten Bereich geben.

In einem kleinen Geschwisterzimmer kann dagegen ein Etagenbett viel wertvolle Bodenfläche freigeben. Der Platz, den normalerweise ein zweites Bett benötigt, bleibt dann zum Spielen, Lesen oder für einen Schreibtisch frei.

Besonders Systeme von LIFETIME, FLEXA oder MUBA mögen wir für solche Räume, weil sich unterschiedliche Bettlösungen mit Stauraum und weiteren Elementen kombinieren lassen.

→ Betten für Geschwister entdecken

 

Zwei Kinder sammeln erstaunlich schnell erstaunlich viele Dinge.Deshalb gehört Stauraum bei einem Geschwisterzimmer für uns von Anfang an zur Planung.

Ein grosser Kleiderschrank kann beispielsweise wunderbar gemeinsam genutzt werden. Auch Bücher oder Bastelsachen müssen nicht doppelt vorhanden sein.Bei persönlichen Dingen finden wir eine klare Aufteilung dagegen hilfreich.

Das kann ganz einfach funktionieren: eine Schublade pro Kind, eigene Boxen, unterschiedliche Regalfächer oder zwei verschiedenfarbige Aufbewahrungen.

Mit modularen Regalen wie String, flexiblen Schranklösungen oder farbigen Aufbewahrungsmöbeln von Mustard Made lässt sich das auch optisch schön lösen.

Nicht jede freie Wand zustellen

Gerade wenn zwei Kinder in einem Zimmer leben, ist die Versuchung gross, möglichst viel Stauraum hineinzupacken.

Bett. Schrank. Noch eine Kommode. Zwei Schreibtische. Regal. Spielzeugkiste.Und plötzlich bleibt kaum noch Kinderzimmer übrig.

Wir würden deshalb immer versuchen, freie Bodenfläche bewusst einzuplanen. Besonders für kleinere Kinder ist Platz zum Bauen, Spielen und Ausbreiten oft wertvoller als ein zusätzliches Möbelstück.

Manchmal ist die bessere Lösung deshalb nicht mehr Stauraum, sondern ein Möbel, das mehrere Funktionen übernimmt.

Was tun bei unterschiedlichen Altersstufen?

Ein gemeinsames Zimmer für eine Dreijährige und einen Siebenjährigen funktioniert anders als eines für zwei Kinder im ähnlichen Alter.Das ältere Kind braucht vielleicht bereits einen Schreibtisch und etwas mehr Privatsphäre, während das jüngere hauptsächlich Platz zum Spielen benötigt.

Der Raum muss deshalb nicht vollkommen symmetrisch eingerichtet sein.

Ein Bereich darf bereits etwas „grösser“ wirken, während der andere noch spielerischer bleibt. Eine gemeinsame Farbwelt oder wiederkehrende Materialien sorgen trotzdem dafür, dass der Raum zusammengehört.

Und genau deshalb mögen wir mitwachsende und modulare Möbel für Geschwisterzimmer besonders gerne: Der Raum kann sich verändern, ohne jedes Mal komplett neu geplant werden zu müssen.

Ein gemeinsames Zimmer – aber zwei Persönlichkeiten

Am Ende sollte ein Geschwisterzimmer nicht aussehen wie zweimal dasselbe Kinderzimmer.

Eine gemeinsame Basis bringt Ruhe in den Raum. Die Persönlichkeit darf über Bettwäsche, Bilder, Lampen, Farben und die Lieblingsstücke der Kinder entstehen.

So entsteht ein Raum, der zusammengehört und trotzdem beiden Kindern gehört.

Und vielleicht ist genau das die schönste Idee hinter einem Geschwisterzimmer: Gemeinsam sein, ohne alles teilen zu müssen.

Ihr plant ein Kinderzimmer für zwei?

Gerade bei Geschwisterzimmern entscheiden oft wenige Zentimeter darüber, ob zwei Betten, ein Etagenbett, Schrank und Schreibtisch gut miteinander funktionieren.

Mit unserer SORU Interior Beratungunterstützen wir euch bei Grundriss, Möbelauswahl, Farben und Stauraumplanung. Auf Wunsch erstellen wir ein Moodboard und eine 3D-Visualisierung, damit ihr bereits vor der Bestellung sehen könnt, wie der Raum später funktionieren kann.